Liedtexte.eu -Ein Hering liebt' eine Auster
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Volkslieder




Ein Hering liebt' eine Auster


(Viktor v. Scheffel)

im kühlen Meeresgrund,
es war ein Dichten und Trachten
ein Kuss von ihrem Mund.
Die Auster die war spröde,
sie blieb in ihrem Haus,
ob der Hering sang und seufzte,
sie schaute nicht heraus.

Nur eines Tages erschloss
sich ihr duftig Schalenpaar,
sie wollt im Meeresspiegel
beschaun ihr Antlitz klar.
Der Hering kam geschwommen,
steckt seinen Kopf herein
und dacht an einem Kusse
in Ehren sich zu freun.

O Harung, armer Harung,
wie schwer bist du blamiert!
Sie schloss in Wut die Schalen,
da war er guillotiniert.
Jetzt schwamm sein toter Leichnam
wehmütig im grünen Meer
und dacht: in meinem Leben
lieb ich keine Auster mehr.












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copyright © 2007, Carmen Jakel



Textsammlung
Lieder und Gedichte:
Ein Hering liebt' eine Auster