Liedtexte.eu -Der alte Barbarossa
Impressum
 

   Lieder ABC
   Lieder

   Liedtexte nach Themen
   Volkslieder
   Kinderlieder
   Kirchenlieder
   Hochzeitslieder
   Weihnachtslieder
   Liebeslieder
   Heimatlieder
   Soldatenlieder
   Seemannslieder
   Jagdlieder
   Studentenlieder
   Wanderlieder
   Stimmungslieder
   Trinklieder
   Turnerlieder
   Frühlingslieder
   Sommerlieder
   Herbstlieder
   Winterlieder

   Gedichte nach Themen
   Liebesgedichte
   Freundschaftsgedichte
   Abschiedsgedichte
   Frühlingsgedichte
   Sommergedichte
   Herbstgedichte
   Wintergedichte
   Weihnachtsgedichte
   Kindergedichte
   Internetseiten


Volkslieder




Der alte Barbarossa


(Friedrich Rückert)

der Kaiser Friederich,
im unterird'schen Schlosse
hält er verzaubert sich.
Er ist niemals gestorben,
er lebt darin noch jetzt,
er hat, im Schloss verborgen,
zum Schlaf sich hingesetzt.

Er hat hinabgenommen
des Reiches Herrlichkeit,
und wird einst wiederkommen
mit ihr zu seiner Zeit.
Der Stuhl ist elfenbeinern,
darauf der Kaiser sitzt,
der Tisch ist marmelsteinen,
worauf sein Haupt er stützt.

Sein Bart ist nicht von Flachse,
er ist von Feuersglut,
ist durch den Tisch gewachsen,
worauf sein Kinn ausruht;
er nickt als wie im Träume,
sein Aug halb offen zwinkt,
und je nach langem Raume
er seinem Knaben winkt.

Er spricht im Schlaf zum Knaben:
Geh hin vors Schloss, o Zwerg,
und sieh, ob noch die Raben
herfliegen um den Berg,
und wenn die alten Raben
noch fliegen immerdar,
so muss ich auch noch schlafen
verzaubert hundert Jahr.












www.Liedtexte.eu
copyright © 2007, Carmen Jakel



Textsammlung
Lieder und Gedichte:
Der alte Barbarossa