Liedtexte.eu -Schwäbisches Trinklied
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Trinklieder




Schwäbisches Trinklied


(Vereins u. Taschenliederbuch 1865)

Das Jahr ist gut, braun Bier ist geraten,
drum wünsch ich mir weiter
nichts als dreitausend Dukaten,
damit ich kann schütten
braun Bier in mein Loch,
und je mehr ich davon trinke,
desto besser schmeckt's noch.

Seh ich mein braun Bier,
o welch ein Vergnügen!
da tu ich vor Freude
die Mütze abziegen,
betracht das Gewächse,
o große Allmacht!
das aus einem Traur'gen
einen Lust'gen macht!

Wenn einer vor Schulden
nicht bleiben kann zu Hause,
so geht er in's Wirtshaus
und setzt sich zum Schmause,
er setzt sich zum Braunen
und tut, was er kann,
und wer ihn da fordert,
der kommt übel an.

Unser Herrgott muss endlich
selber darüber lachen,
was die Menschen für
närrische Sachen tun machen.
Planieren, plattieren, plattieren,
planieren, und am Ende,
da tun sie noch gar appellieren.

Bei der ersten Halben,
da ist's mäuschenstille,
weil keiner mit einer
was anfangen wille,
die zweite ist kritisch,
die dritte muss ziegen,
bei der vierten gibt's Schläg,
dass die Haar davonfliegen.

Wenn ich einst sterbe,
so lasst mich begraben,
nicht unter den Kirchhof,
nicht über den Schragen,
hinunter in den Keller,
wohl unter das Fass!
Lieg gar nit gern trocken,
lieg allweil gern nass.

Auf meinem Grabstein,
da könnt ihr einst lesen,
was ich für ein närrisch
Kautz bin gewesen.
Beständig besoffen,
zuweilen ein Narr,
aber ein ehrlicher Kerl,
und das letzte ist wahr













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Schwäbisches Trinklied