Liedtexte.eu - Der Gott, der Eisen wachsen ließ
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Soldatenlieder




Der Gott, der Eisen wachsen ließ


(Ernst Moritz Arndt)

der wollte keine Knechte;
drum gab er Säbel, Schwert und Spieß
dem Mann in seine Rechte,
drum gab er ihm den kühnen Mut,
den Zorn der freien Rede,
dass er bestünde bis aufs Blut,
bis in den Tod die Fehde.

O Deutschland, heil'ges Vaterland,
o deutsche Lieb und Treue!
Du hohes Land, du schönes Land,
dir schwören wir aufs neue:
Dem Buben und dem Knecht die Acht,
der speise Krähn und Raben!
So ziehn wir aus zur Hermannsschlacht
und wollen Rache haben.

Lasst brausen, was nur brausen kann,
in hellen, lichten Flammen!
Ihr Deutschen alle, Mann für Mann,
fürs Vaterland zusammen!
Und hebt die Herzen himmelan
und himmelan die Hände!
und rufet alle, Mann für Mann:
Die Knechtschaft hat ein Ende!

Lasst klingen, was nur klingen kann,
die Trommeln und die Flöten!
Wir wollen heute, Mann für Mann,
mit Blut das Eisen röten,
mit Henkersblut, Franzosenblut,
o, süßer Tag der Rache!
Das klinget allen Deutschen gut,
das ist die große Sache!

Lasst wehen, was nur wehen kann,
Standarten wehn und Fahnen!
Wir wollen heut uns, Mann für Mann,
zum Heldentode mahnen.
Auf, fliege, hohes Siegspanier,
Voran den kühnen Reihen!
Wir siegen oder sterben hier
den süßen Tod der Freien.












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copyright © 2007, Carmen Jakel



Textsammlung
Lieder und Gedichte:
Der Gott, der Eisen wachsen ließ