Liedtexte.eu -Der Lindenbaum
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Heimatlieder




Der Lindenbaum


(Wilhelm Müller)

Am Brunnen vor dem Tore,
da steht ein Lindenbaum;
ich träumt in seinem Schatten
so manchen süßen Traum;

Ich schnitt in seine Rinde
so manches süße Wort,
es zog in Freud und Leide
zu ihm mich immerfort.

Ich musst auch heute wandern
vorbei in tiefer Nacht,
da hab ich noch im Dunkeln
die Augen zugemacht.

und seine Zweige rauschten,
als riefen sie mir zu:
Komm her zu mir, Geselle,
hier find'st du deine Ruh!
Die kalten Winde bliesen
mir grad ins Angesicht,
der Hut flog mir vom Kopfe,
ich wendete mich nicht.

Nun bin ich manche Stunde
entfernt von jenem Ort,
und immer hör ich's rauschen:
Du findest Ruhe dort.

Schubert. Es-Dur,b b g g g













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copyright © 2007, Carmen Jakel



Textsammlung
Lieder und Gedichte:
Der Lindenbaum