Liedtexte.eu - Es stehn zwei Freunde Hand in Hand
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Abschiedsgedichte




Es stehn zwei Freunde Hand in Hand


( Vereins - und Taschenliederbuch 1865)

und nehmen Abschied still;
sie ziehen fort ins fremde Land,
wie es das Schicksal will,
der eine hier, der andre dort,
sie ziehen beide traurig fort,
denn beide denken, als sie gehn:
Wer weiß, ob wir uns wieder sehn?

Der Sohn ergreift den Wanderstab:
Lebt wohl, ihr Eltern beid!
Wenn ich nur euren Segen hab,
hab ich ein gut Geleit.
Er wandert froh zur Stadt hinaus,
grüßt noch einmal der Eltern Haus;
doch vor dem Tore bleibt er stehn:
Wer weiß, ob wir uns wiedersehn.

Es ruft, bedrängt, das Vaterland,
der Krieger greift zum Schwert,
er drückt dem Liebchen noch die Hand,
spricht, dass er wiederkehrt,
er küsst des Liebchens Angesicht,
spricht: Holdes Liebchen, weine nicht!
Doch denket er mit leisem Weh:
Wer weiß, ob ich dich wiedersehn.












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copyright © 2007, Carmen Jakel



Textsammlung
Lieder und Gedichte:
Es stehn zwei Freunde Hand in Hand